15.09.2010
Hier finden Sie den Start-Termin für die Weiterbildung in Psycho-Holistischer Gruppenleitung
22.09.2010
Werden Sie zum kompetenten Menschenkenner!
30.09.2010
Bilden Sie sich aus für Coaching, Beratung, Prävention und Therapie
14.10.2010
Aktueller Starttermin und Termine für die Körperpsychotherapie-Fortbildung im IN HOPE
Stressige Zeiten fördern Störungen beim Einschlafen
Kennen Sie das? Sie liegen im Bett und starren Löcher in die Dunkelheit. Oder
Sie machen zum vierten Mal das Licht wieder an, um weiter zu lesen. Oder Sie
stehen wieder auf, um in der Wohnung herumzugehen... Oder Ihr Nachwuchs steht
an Ihrem Bett und jammert, dass er nicht einschlafen kann. Stress-Schäden
nehmen zu. Stress entsteht aus Anstrengung. Ein hektischer oder sehr verantwortungsvoller
Beruf ist anstrengend. Arbeitslos sein und sich als Versager zu fühlen, ist
auch anstrengend.
Auch Schulkinder und Kindergarten-Kinder müssen sich anstrengen und haben
Stress, weil sie sich als noch ?zeitlose? Wesen einem oft strengen Terminplan
unterwerfen müssen. Abends erwarten wir nun, dass unser Organismus ? oder der
unserer Kinder - gehorsam von ?volle Pulle? auf totale Entspannung umschaltet.
Umschalten erfordert Kraftaufwand!
Jeder Zustandswechsel erfordert vom Organismus einen kleinen
Extra-Energieaufwand: Wer nach Stunden des stillen Sitzens im Büro seine
Feierabend-Jogging-Runden drehen will, muss ein bisschen Kraft aufwenden, um in
den Körperzustand der sportlichen Betätigung zu wechseln. Er muss ?sich
überwinden?.
Das gilt auch anders herum: Aus der körperlichen Bewegung muss man erst wieder
zur Ruhe kommen.
Einige Beispiele:
Wenn ein bestimmtes Räderwerk sich dreht, erfordert es einfach ein bisschen Kraftaufwand, es anzuhalten und ein anderes ?anzukurbeln?.
Viele Menschen meinen, vom Wach-Sein in den Schlaf zu wechseln, erfordert einfach nur die Fähigkeit zur Entspannung, also die Tagesgeschäfte äußerlich und innerlich loslassen zu können. Wenn Sie allerdings schon einmal etwas für längere Zeit sehr angestrengt festhalten mussten, dann wissen Sie, dass sich die Finger mit dem Loslassen schwer tun, sogar wenn sie schon schmerzen. Es kostet einfach etwas "Anstrengung", damit sie sich endlich wieder entspannen können.
Schlafstörungen auf dem Vormarsch
Eltern von Schul-, aber auch schon von Kindergarten-Kindern klagen zunehmend
mehr darüber, dass ihre Kinder nur schwer in den Schlaf finden. Viele kleine
Kinder versuchen sich instinktiv so zu helfen, dass sie kurz vor der
Bettgeh-Zeit noch einmal richtig ?aufdrehen? und wahre Tobe-Orgien feiern. Sie
treiben damit ihre Eltern zur Verzweiflung, weil sie nicht ohne weiteres wieder
herausfinden. Dabei versuchen sie nur, genügend Kraft zu mobilisieren, um dann
mit wohltuender Erschöpfung in den entspannten Zustand wechseln zu können. Auch
die restlichen Spannungen des Tages suchen noch eine Möglichkeit sich zu
entladen.
Traditionelles intuitives Wissen über das Einschlafen
Unsere Altvorderen wussten intuitiv um diesen Sachverhalt: Das ?Betthupferl?
war üblich, um Kindern in den Schlaf zu helfen. Sogar die Benennung beschreibt
den Vorgang: Dann kann man ins Bett ?hupfen?, weil ein kleines bisschen
Extra-Energie geliefert wird! Und vermutlich unterstützen sowieso Millionen
Menschen ganz instinktiv ihren Wechsel in "Morpheus Arme", indem sie
abends kurz vor dem Zubett-Gehen noch etwas naschen. Dieses Bedürfnis ist umso
größer, je anstrengender der Tag war.
Der Zuckerteufel an der Wand
Leider sind in diesen Zeiten Naschen und Zucker ziemlich verpönt. Das schlechte
Gewissen und die Angst vor dem Zunehmen verleiden den kleinen süßen Genuss vor
dem Zu-Bett-gehen. Und was für uns "nicht gut" ist, verwehren wir
auch unseren Kindern.
Die Testphase - probieren Sie doch einmal das ?Betthupferl? aus
Probieren Sie es doch einmal aus: Spendieren Sie Ihrem Kind oder sich selbst
eine Süßigkeit, danach Zähne putzen und ab ins Bett. Es reicht schon eine
kleine Portion, und mehr sollte es auch nicht sein, sonst muss die Verdauung
wieder anfangen zu arbeiten.
Geeignet sind:
Das sind natürlich nur Beispiele, um die Portionsgröße zu definieren.
?Betthupferl? - Hauptsache: Süss
Sie sehen: Traubenzucker, Fruchtzucker, Honig, auch Ahornsirup oder ganz
normaler weißer Haushaltszucker sind gleichermaßen geeignet. In dieser geringen
Menge erhöhen sie den Blutzuckerspiegel recht schnell, aber nur minimal. Das
ist die kleine Extra-Portion Energie, die wir benutzen können, um in den Schlaf
zu wechseln. Da der Blutzuckerspiegel dann auch schnell wieder absinkt, können
wir dann gleich ?mitsinken?. Und wenn die Zähne erst nach dem ?Betthupferl?
geputzt werden, droht ihnen keine Gefahr.
Betthupferl statt Schlummertrunk
Ich vermute, dass das ?Betthupferl? sogar helfen kann, Alkoholiker-Karrieren zu
verhindern, denn viele Menschen meinen, einen ?Schlummertrunk? zu brauchen, um
zu entspannen. Das ist oft ein Cocktail, ein Glas süßer Wein oder ein
Likörchen. Leider hat Alkohol suchtfördernde Eigenschaften, und der Einstieg in
eine Suchtkarriere geschieht oft über das Gewohnheits- oder
Entspannungstrinken. Nehmen Sie den Zucker und lassen Sie den Alkohol weg - Sie
haben den gleichen Effekt, ohne sich zu gefährden!
Das ?Aus dem Bett-Hupferl?
Das gleiche gilt übrigens morgens: Wenn Sie gleich nach dem Aufwachen eine
winzige süße Kleinigkeit kauen, und seien es drei Rosinen, bekommen Sie bessere
Laune, mehr Schwung und sogar Appetit auf ein gesundes Frühstück, was ja, wie
unter Experten feststeht, die wichtigste Mahlzeit des Tages ist. Und sogar Ihre
Schulkinder, die vor lauter Erwartungsstress morgens das Frühstück verweigern,
können dadurch Appetit bekommen! Das Frühstück selbst sollte dann übrigens
nicht so zuckerbetont sein, sondern auch langsam verdauliche Kohlenhydrate
enthalten, damit der Blutzuckerspiegel einige Stunden stabil bleibt
(Haferflocken, Vollkornbrot, Mischbrot, frischen Kornbrei).
Die Menge machts
Experimentieren Sie mit der richtigen Portion. Die Zuckermenge sollte gerade
ausreichen, um den Energieverbrauch des Zustandwechsels auszugleichen , dann
setzt sie auch nicht an!
Ich wünsche Ihnen süßes Entschweben in die Arme von Morpheus!
Dieser Artikel wurde veröffentlicht auf der Philognosie-Seite (Philognosie = Wissensfreund)