15.09.2010
Hier finden Sie den Start-Termin für die Weiterbildung in Psycho-Holistischer Gruppenleitung
22.09.2010
Werden Sie zum kompetenten Menschenkenner!
30.09.2010
Bilden Sie sich aus für Coaching, Beratung, Prävention und Therapie
14.10.2010
Aktueller Starttermin und Termine für die Körperpsychotherapie-Fortbildung im IN HOPE
Ursprung des Begriffes
"Holistisch" hat seinen Wort-Ursprung im Altgriechischen und meint soviel wie "ganz, nichts ausschließend".
Der Holismus ist eine Theorie, die sich mit dem Phänomen beschäftigt, wieso "das Ganze" mehr ist als die Summe der einzelnen Bestandteile erklären kann.
Sie steht damit im Gegensatz zum "Atomismus", der das schulmedizinische und naturwissenschaftliche Denken prägt.
Holistik als Entwicklungsprinzip
Wie ein Gemälde mehr ist als die Summe seiner Farb-Partikel, ist auch ...
Kurz gesagt: In der Psycho-Holistik hat das, was "von Selbst", also unwillkürlich geschieht und geschehen würde, ebenso Raum und Geltung wie das, was geschehen oder nicht geschehen soll, also das Gewollte und Beabsichtigte.
Das ist so wichtig, weil die meisten Probleme, die Menschen haben, eben nicht beabsichtigt werden, sondern im Gegenteil, mit viel Willenseinsatz verändert werden wollen. Es muss also Instanzen im Menschen geben, die stärker sind als der Wille und die Vorstellung und die sich der Willenskraft entziehen.
In der Psycho-Holistik werden also auch die unbewussten, unwillkürlichen, unbekannten und unerklärlichen Ursachen für Phänome und Probleme in jede persönliche Entwicklung mit eingeladen und können erkundet werden.
Dadurch können sie sich wandeln von als bedrohlich und feindselig erlebt zu freundschaftlichem und vertrautem Umgang damit.
Aus früh und unter Druck, Angst und Stress entstandenen engen Lebenshaltungen ( = Überlebensmuster), die den Menschen steuern, können auf diese Weise hochgeschätzte Ratgeber werden, die vom "Königsbewusstsein" integriert und gesteuert sind und mehr Freiheit der Wahl und des Empfindens zulassen.
Diese Philosophie bildet die Basis der Psycho-Holistik.
Die "Chemie"
Eine weitere Grunderkenntnis besagt, dass nicht methodenspezifische Interventionen, sondern die sogenannten unspezifischen Wirkfaktoren, allen voran die "Chemie" zwischen Klient und "Entwicklungspartner", etwa 85 Prozent (!) von Veränderung, Entwicklung und Heilung ausmachen.
Veränderung wird also von der Art, Tiefe und Gestaltung des Kontaktes des Menschen zu sich selbst, zum Mitmenschen und zu seiner Gesamt-Umwelt erwirkt.
Die Einsatzgebiete der Psycho-Holistik
Wer die Gesetzmäßigkeiten von konstruktiver Entwicklung und Veränderung erkundet und verinnerlicht hat, kann sie in jedem Bereich anwenden in jeweils modifizierter Form:
Der Psycho-Holistiker bleibt in seinem menschlichen Wert auf gleicher Augenhöhe mit seinen Klienten, ist ebenso Begleiter wie begleitet und Wissender wie Lernender.
Je nach Bedarf ist er Therapeut, Coach, Berater, Supervisor...
Maßstäbe im Umgang mit Menschen
Den Gesetzmäßigkeiten für konstruktive Entwicklung folgend, haben sich diese Annahmen als unverzichtbar herausgestellt:
Die Persönlichkeit der Psycho-Holistikerin / des Psycho-Holistikers
In der Psycho-Holistik wird also die Persönlichkeit des Klienten zusammen mit der Persönlichkeit des Holistikers in den Mittelpunkt gestellt:
Die Lebensgeschichte und Persönlichkeitsstruktur des Holistikers, seine Erfahrungen mit seinen eigenen Veränderungsprozessen, seine "blinden Flecken", seine inneren Grenzen und Möglichkeiten, seine vielleicht noch unbewussten Vorlieben und Abneigungen und seine Glaubenssätze, bewusst wie unbewusst, bestimmen das Geschehen maßstäblich.
Er bildet seinen ganz unverwechselbaren eigenen Stil aus und gestaltet seine Angebote je nach seinen Präferenzen, Vorlieben und Kompetenzen.
Dementsprechend kann er, auf einem Holistisch ausgebildeten, stabilen Fundament als"Tanzboden" stehend, durch Fortbildungen und Spezialisierungen aller Art seine Kompetenz erweitern oder das neu Gebildete zum Beispiel auch in seinen Herkunftsberuf fruchtbar integrieren.
Und so kann er geschmeidig, flexibel und freudig nach seiner inneren Lebensmelodie tanzen und ebenso auch seine Klienten "zum Tanz in ihr eigenes Leben bitten".
Stellenwert der Methodik
Ein weiterer Grundstein der Psycho-Holistik ist die Erkenntnis, dass sich alle Methoden, Ansätze und praktischen Interventionen aus Beratung, Coaching und Psychotherapie jeweils auf einen Bereich der Gesamtheit konzentrieren, nicht aber die Gesamtheit des Menschseins erfassen können, die ja grenzenlos und nicht definierbar ist.
Dabei bieten die allermeisten von ihnen wirksame und wertvolle Erkenntnisse, Menschenbilder und Interventionen.
Die Psycho-Holistik ist dementsprechend ein offenes System, in das Erkenntnisse und Elemente aus allen Methoden integriert werden können.
Das ist nicht nur sinnvoll, sondern für echtes holistisches Arbeiten notwendig:
Jeder Mensch ist in jedem Augenblick ein einzigartiges Original.
Als Klient bringt er dementsprechend, seinem lebendigen Entwicklungsprozess folgend, von Phase zu Phase, ja, vielleicht zeitweilig auch von Sitzung zu Sitzung, neue Themen und Anliegen in seine Sitzungen ein. Seine Perspektive und seine Ziele verändern sich ebenso wie seine Sensibilität und Robustheit. Alte Wunden werden ebenso bewusst wie schon vorhandene Stärken und Fähigkeiten.
Der aktuelle Bedarf und Zugang kann, wenn er strikt klientenzentriert und gewaltlos gestaltet werden soll, nur in einem vielfältigen Repertoire an Elementen und Interventionen aus den unterschiedlichsten Ansätzen bestehen.
Die jeweilige Philosophie / Theorie der eingesetzten Methode wird dabei nicht als die einzig wahre, sondern als die im Moment vielversprechendste angenommen.
Die Psycho-Holistik kennt also weder Schulen- oder Methodenstreit noch "Kampf ums Rechthaben", sondern widmet sich pragmatisch und wertschätzend der Begleitung der Klienten.
Diese werden nicht in "diagnostische Schubladen" gesteckt, sondern als einzigartige Individuen mit ihren jeweils ganz speziellen Möglichkeiten und Lösungswegen gesehen und wertgeschätzt.
Eine Entwicklung, die sich immer mehr durchsetzt
Diese Einsicht ist natürlich nicht exklusiv. Wenn Sie ein wenig im Internet recherchieren, wird Ihnen auffallen, dass viele Beratungs-, Coaching- und Psychotherapieanbieter Ausbildungen in mehreren unterschiedlichen Verfahren und Methoden absolviert haben, um dieser Erkenntnis gerecht zu werden. Die Psycho-Holistik setzt Erkenntnisse in die Praxis um, wie sie auch der Psychotherapieforscher Prof. Klaus Grawe gewonnen hat.Hier einige Zitate aus seinem (unbedingt lesenwerten!) Referat
"Was sind die wirklich wirksamen Ingredienzien der Psychotherapie?"von der Internet-Seite
http://www.psychotherapie.org/klaus/ref-grawe.html
- Zitatbeginn -
"...
Die vier therapeutischen Wirkprinzipien
- Ressourcenaktivierung
- Problemaktualisierung
- Aktive Hilfe zur Problembewältigung
- Therapeutische Klärung
Am wirksamsten ist Psychotherapie dann, wenn Therapeuten alle Wirkfaktoren in Betracht ziehen und sie, wann immer sich die Möglichkeit dazu bietet, systematisch zu nutzen versuchen. Es geht um Schwerpunktsetzungen und nicht um eine Entscheidung für das eine oder das andere. Für eine optimale Nutzung der Wirkfaktoren ist es entscheidend wichtig, daß die Schwerpunktsetzungen von den Gegebenheiten des jeweiligen Patienten bestimmt werden und nicht von den Vorlieben, Überzeugungen, Abneigungen, Inkompetenzen und blinden Flecken des Therapeuten.
Unser gegenwärtiges therapieschulorientiertes Ausbildungs- und Versorgungssystem führt aber geradezu systematisch dazu, daß die Behandlung, die ein Patient erhält, mehr von letzterem bestimmt wird als davon, was für ihn wirklich das beste Behandlungsangebot wäre, zöge man dafür alle vorhandenen Möglichkeiten in Betracht.
... daß Behandlungsweisen, die den Auffassungen seines Therapeuten nicht entsprechen, aus der Behandlung ausgeklammert werden. ...
Jede der Therapieschulen nimmt nur einen Bruchteil der Möglichkeiten wahr, die nachweislich geeignet sind, Menschen mit psychischen Störungen und Problemen wirksam zu helfen. Sowohl unter dem Wahrheits- als auch unter dem Nützlichkeitsaspekt sind die Therapieschulen daher überholt. ...
Die Zukunft der Psychotherapie liegt in der therapieschulübergreifenden Nutzung der bisher erarbeiteten Erkenntnisse.
Vielleicht werden Sie dabei zu derselben Ansicht gelangen wie ich, daß es eigentlich unvernünftig ist, bestimmte therapeutische Möglichkeiten, die sich als sehr wirksam erwiesen haben, aus der eignen Arbeit auszuklammern, nur weil sie nicht zu einer bestimmten Therapieschulidentität passen.
Im Interesse der Patienten wäre es sicher besser, wenn regelmäßig alle therapeutischen Möglichkeiten in Be-tracht gezogen würden, die ihnen wirksam helfen könnten. Ihre Aussicht auf einen guten Behandlungserfolg wäre dann objektiv am größten.
Aber dazu bräuchte es Therapeuten, die willens und in der Lage wären, so therapieschulübergreifend zu denken und zu handeln."
- Zitatende -
Häufig verwendete Methoden und Ansätze der Psycho-Holistik (Beispiele, alphabetisch)
- Klientzentrierte und nondirekte Grundhaltung
- Gewaltfreie Kommunikation nach M. B. Rosenberg
- Paradoxe Anregungen
- Humorvolle Provokation
- Essentielles Sprechen
- Integration und Reflektion
- und mehr
- Bioenergetik
- Biodynamische Berührungen und Massagen (auch mit dem Stethoskop)
- Focusing
- Hakomi
- Aston Patterning
- Tanzen und Bewegen
- Malen
- Schreiben
- Rollenspiele
- Doppel-Interventionen
- Aufstellungen (Familie, Struktur, Körperorgane, Arbeitsbereiche,
innereTeilpersönlichkeiten etc)
- Skulpturen
- (Re-)Inszenierungen
- Gruppen- und Familiendynamik
- Hypnotherapie und tiefengesteuertes Bild-Erleben
(Phantasiereisen, innere Bilder, Trancen)
- innere Heilreisen, inspiriert von Brandon Bays
- Beruf und Berufung
- Lebensphasengestaltung und Lebensbilanz
- Arbeit mit den Ich-Zuständen
- Lebensskriptanalyse
Der "Methoden-Allrounder" kann mit zunehmender Erfahrung mit der Kombination von Elementen unterschiedlicher Methoden ganz neue Interventionen gestalten, die genau zu der aktuellen Situation des Klienten passen. Und so muss die Arbeit mit konstruktiver Veränderung für alle Beteiligten nicht anstrengend sein, sondern kann zum kreativen Tanz werden, in der Intuition und Kognition sich zum lebendigen und leichten Strömen verbinden.
Die Einsatzbereiche der Psycho-Holistik
Ihrem weiten Spektrum entsprechend kann die Psycho-Holistik sehr vielfältig eingesetzt werden. Dabei ist zu beachten, dass die Ausübung der Psycho-Holistik im Heilbereich nur mit einer amtlichen Heilerlaubnis ausgeübt werden darf.
Was Psycho-Holistik nicht ist
Die Psycho-Holistik bildet ein eigenständiges, dabei offenes System, das für konstruktive Entwicklungs- und Problemlösungsprozesse in und zwischen Menschen entwickelt wurde.
Sie ist allerdings keine Heilslehre, weil sie auf Dogmatismus, Ideologie und Missionierung verzichtet.
Sie fühlt sich keiner Religion oder Weltanschauung verpflichtet, toleriert dabei aber alle Religionen und Weltanschauungen, soweit diese die Würde jedes Menschen und sein Recht auf Selbstbestimmung und Selbstentfaltung uneingeschränkt respektieren.
Die Psycho-Holistik kann Menschen mit schwerwiegenden psychischen und körperlichen Erkrankungen und Handicaps (nur mit dem Einverständnis von Arzt oder Klinik) unterstützend beraten und begleiten.
Sie ersetzt allerdings keine angebrachte ärztliche oder klinische Behandlung und wird, wenn eine solche Behandlung notwendig ist, auch erst aktiv eingesetzt, wenn sie belegbar in Anspruch genommen wird.
Sie ersetzt auch nicht ein notwendiges Einschalten von Beratungsstellen oder Behörden zu bestimmten Problematiken.
Psycho-Holistiker verpflichten sich, das Wohl ihrer Klienten an erste Stelle zu setzen, eine sorgfältige Einschätzung der Situation des Klienten vorzunehmen, angebrachte Maßnahmen zu empfehlen und erst aktiv zu werden, wenn ihren Empfehlungen entsprochen wurde.
Historisches
Seit 1998 gibt es die Ausbildung in Holistischer Psychotherapie und Beratung. Nach Auswertung der insgesamt neun Ausbildungsgänge mit jeweils über 20 Teilnehmern haben Anne Lindenberg und das Team des IN HOPE daraus die Lebensfeld-orientierte Kompakt-Ausbildung in Psycho-Holistik entwickelt.
Zur Kompakt-Ausbildung
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